Lagerwechsel - oder Vatertag mal anders!

schnulliwulli

Meister
Registriert
29 Aug. 2006
Beiträge
3.891
Reaktionspunkte
454
Ort
in der nähe von Krefeld
Kickertisch
Lettner Nachbau, Lehmacher, Ullrich Sport
Status
-
Schon seit längerer Zeit habe ich hier Wechsellager liegen die ich in meine beiden Kicker einbauen will. Easy Going beim Stangenausbau ist angesagt - immer dann wenn, meine Kickertische die Location wechseln um bei einem Turnier zu meinem Kumpel gekarrt zu werden. Ist so drei bis vier mal im Jahr. Sicher kann man da auch die Stangen herkömmlich aus- und wieder einbauen, aber ich bin nun mal auch der "Bastler vor dem Herrn" und hab Spaß daran.

Heute war der Tag an dem ich es mal versuchsweise an zwei Stangen an meinem Lehmacher erledigt habe. Als Vorarbeit musste ich eine Frässchablone erstellen, die dann gemeinsam mit der Oberfräse und einem Kopiering den eigentlichen Fräsvorgang zum Kinderspiel macht. Ich liebe meine Festo-Oberfräse :-D

Die Frässchablone wird über dem alten Lagerloch ausgerichtet, mit zwei Schraubzwingen fixiert und dann kommt die Oberfräse zum Einsatz - et voila!
Hat wunderbar geklappt und ruckizucki waren die beiden Lagerbohrungen für die Wechsellager erstellt. Was sich als viel schwieriger erweisen hat, hätte ich auch nicht gedacht, ist das kürzen der Stangen. Die normale Stangen sind für die Wechsellager zu lang und müssen deshalb eingekürzt werden. Selbst mit der Flex hat das einige Zeit in Anspruch genommen, länger als gedacht.

Schablone_2.jpgSchablone_1.jpg

Aber jetzt sind die ersten beiden neuen Lager drin und der Rest der Lager folgt step by step. Und dann ist Stangenaus- und einbau nur noch eine Sache von einem Augenblick.
Lager_1.jpg
 
Schöne Sache... Wie hast du es denn genau ausgerichtet über dem alten Lagerloch?
Ich möchte mir ja auch mal nen besseren Tisch bald kaufen, der nicht unbedingt aus MDF ist und trotzdem Wechsellager hat... Da wäre der Schritt wohl auch fällig

Aber bevor ich stümperhaft an nem Lettner rumsäge/bohre/fräse, würde ich das schon sehr genau wissen wollen :wink:
 
die Ausrichtung der Frässchablone erfolgt mit ganz unspektakulär einem Rundstab, um die Kanten der alten Bohrungen abnehmen zu können, und einem Zollstock - und meiner neuen Brille - mit der ich endlich wieder den Zollstock ablesen kann. :wink: Ich denke, dass man hier nicht auf den hundertstel milimeter genau arbeiten muss. lager_,messen.jpg

Als ich das erste mal ausgerichtet hatte habe ich als oberen Anschlag eine Leiste von hinten besfetigt. So muss bei den Folgelöchern nur noch die Abstände rechts und links kontrollieren. Schiene_Schablone.jpg
 
Hm, ich überlege grad: Hätte man nicht das alte Lager von innen im Tisch und das neue von außen an die Schablone bauen können, eine Stange oder den (16mm) Rundstab durchführen, dann die Schraubzwingen festzurren, Stange/Stab wieder raus und lager wieder abbauen?

Ich dachte gerade bei Lagern sollte man auch auf bruchteile von mm genau arbeiten
 
e.t.chen schrieb:
Hm, ich überlege grad: Hätte man nicht das alte Lager von innen im Tisch und das neue von außen an die Schablone bauen können, eine Stange oder den (16mm) Rundstab durchführen, dann die Schraubzwingen festzurren, Stange/Stab wieder raus und lager wieder abbauen?
Das hört sich irgendwie verdammt umständlich an. Ich brauch mit meinem Verfahren nur zwei mal messen (Abstand links und rechts) und dann fräse ich - fertig.



e.t.chen schrieb:
... Ich dachte gerade bei Lagern sollte man auch auf bruchteile von mm genau arbeiten
Wir sprechen hier doch von einem Kicker - und nicht von einem Space-Shuttle Triebwerk. :wink:
 
Hast du dem Lehmacher, dann auf beiden Seiten der Stange Wechsellager verpasst?
Und wenn nur auf einer Seite, welche Lager benutzt Du dann auf der anderen Seite?

Schließlich müssen beidem Wechsellagersystem die Stangen doch "innen" auf dem Lager aufliegen......
 
Kicker69 schrieb:
Hast du dem Lehmacher, dann auf beiden Seiten der Stange Wechsellager verpasst?
Und wenn nur auf einer Seite, welche Lager benutzt Du dann auf der anderen Seite?

Schließlich müssen beidem Wechsellagersystem die Stangen doch "innen" auf dem Lager aufliegen......


Nein, Einbau der neuen Lager erfolgte nur auf der Griffseite, beim meinem Lehmacher sind auf der anderen Seite die ganz normalen Lehmacherlager drin geblieben. Die Lehmacherlager sind "Doppellager", da liegen die Stangen sowohl innen als auch außen auf, deswegen war der Wechsel nur auf der Griifseite nötig. Ist bei Lettner meines wissens ebenso.
 
Hallo schnulliwulli,

wie groß sind die Lagerbohrungen jetzt? Hat auch jemand Erfahrung, ob so etwas an einem Vector möglich wäre. Oder ob man überhaupt die möglichkeit hat an einem Vector andere Lager zu verbauen. Ich finde die Retalager vom aussehen her nicht so gelungen! ( Spielerisch top! ) :-D

Gruß thomasch
 
Innen und außen aufliegen? Gekürzte Stangen? ...klingt als könnte es dort im worst case irgendwann haken....
 
karlur09 schrieb:
avatar8.jpg
Schöne Sache... Wie hast du es denn genau ausgerichtet über dem alten Lagerloch?

Lies noch mal in Ruhe den Thread durch - hab ich e.t.chen doch auch schon beschrieben.
 
thomasch schrieb:
Hallo schnulliwulli,

wie groß sind die Lagerbohrungen jetzt? Hat auch jemand Erfahrung, ob so etwas an einem Vector möglich wäre. Oder ob man überhaupt die möglichkeit hat an einem Vector andere Lager zu verbauen. Ich finde die Retalager vom aussehen her nicht so gelungen! ( Spielerisch top! ) :-D

Gruß thomasch

Die P4P-Wechsel-Lager haben einen Außendurchmesser von 38 mm - das bedeutet die Lagerbohrungen müssen eine winzige Idee größer sein damit es passt.
Warum sollte das an einem Vector nicht gehen? Meiner Oberfräse ist es ziemlich egal in welches Brett sie das Loch fräst. Einzig die Dicke der Seitenwand stellt möglicherweise ein Problem dar. Vllt solltest du - so hab ich es auch gemacht, erst mal an einer Dummy-Kickerseitenwand testen?

Und ob du andere Lager einbauen kannst hängt im wesentlichen davon ab welchen Außenmesser die jetzt verbauten Lagerbuchsen haben. Mal eins ausbauen, messen und dann bei Kicker-Klaus im Shop nachgucken welche passen.
 
schnulliwulli schrieb:
e.t.chen schrieb:
Innen und außen aufliegen? Gekürzte Stangen? ...klingt als könnte es dort im worst case irgendwann haken....

Da hakt nix - hab vertrauen! :-D


Um mal penibel zu werden :mrgreen:
Also streng genommen sind das dann also beim Lehmacher 4 Auflagepunkte in den Original-Lagern. 2 Außen, 2 Innen. Das ist ja eigentlich nicht möglich. Die Stange kann so richtig ja nur auf 2 von diesen 4 Punkten liegen.
Wenn nun also die Stange gekürzt wurde und ganz ausgezogen wird, kann es im schlimmsten fall passieren, dass sie von dem evtl ausschlaggebenden Auflagepunkt der äußeren Lagerseite "runterfällt" auf den Auflagepunkt der inneren Lagerseite, und dann beim zurückschieben gegen die äußere Lagerhälfte stößt/hängenbleibt.... alles natürlich sehr theoretisch und vermutlich fernab jeglicher Realität, aber trotzdem! :easy
 
e.t.chen schrieb:
Also streng genommen sind das dann also beim Lehmacher 4 Auflagepunkte in den Original-Lagern. 2 Außen, 2 Innen. Das ist ja eigentlich nicht möglich. Die Stange kann so richtig ja nur auf 2 von diesen 4 Punkten liegen.

wenn die stange krumm ist, hast du recht!
 
Welche Stange ist schon 100% gerade? Ich sag ja: penibel :P :wink:
 
Wenn ich das richtig im Kof habe, liegt die Stange selbst in der gekürzten Form noch auf den zwei Punkten im gegenüberliegenden Lehmacherlager auf. Das bedeutet die von die geschilderderte mögliche gefahrenquelle ist gar nicht existent. Zumindest bei meinem Lehmacher-Lager nicht. Aber das werde ich nachher sicherheitshalber, wenn zu Hause bin, noch mal genau checken. :easy

Wie das dann bei anderen Tsichen ist??? Keine Ahnung. Im Zweifelsfall baut man gegebüberliegend eben auch Wechsellager ein. Bei Mehrkosten von etwa 3o euro für 8 weitere Wechsellager finde ich das einigermaßen überschaubar. So muss ich es bei meinem Selbstbautisch übrigens auch machen. Da sind auf der Innenseite des Tisches nur Abdeckrosetten drauf und die eigentlichen Lager sitzen außen.
 
Meine 50 Cent: Ich glaube, dass die Stangen beim Lehmacher-Lager nur einen Auflagepunkt haben, nämlich ganz außen. Innen ist zwar auch eine Art Erhöhung, aber die wird von der Stange nicht berührt.
 
e.t.chen schrieb:
schnulliwulli schrieb:
e.t.chen schrieb:
Innen und außen aufliegen? Gekürzte Stangen? ...klingt als könnte es dort im worst case irgendwann haken....

Da hakt nix - hab vertrauen! :-D


Um mal penibel zu werden :mrgreen:
Also streng genommen sind das dann also beim Lehmacher 4 Auflagepunkte in den Original-Lagern. 2 Außen, 2 Innen. Das ist ja eigentlich nicht möglich. Die Stange kann so richtig ja nur auf 2 von diesen 4 Punkten liegen.
Wenn nun also die Stange gekürzt wurde und ganz ausgezogen wird, kann es im schlimmsten fall passieren, dass sie von dem evtl ausschlaggebenden Auflagepunkt der äußeren Lagerseite "runterfällt" auf den Auflagepunkt der inneren Lagerseite, und dann beim zurückschieben gegen die äußere Lagerhälfte stößt/hängenbleibt.... alles natürlich sehr theoretisch und vermutlich fernab jeglicher Realität, aber trotzdem! :easy


Also Etchen hat schon recht....
Egal welche Stange...wenn ich diese ganz zu mir heranziehe, ohne Druck auszuüben.....dann verschwindet auf der Gegenseite das Stangenende schon im Tisch, und liegt somit nur noch "innen" auf dem Lager auf....

Schraubt man das Wechsellager nun raus....kann man den Puffer auf "meiner" Seite in das Lagerloch ziehen...dadurch kommt die Stange auf der gegenüber liegenden innen Seite so grad aus dem Innenlager raus....

Wenn man jetzt auf der gegenüberliegenden Seite beidseitig Lager hat...kann es bei einem kompletten Heranziehenzu dem von Etchen beschriebenen Phänomen kommen.
Allerdings dachte ich immer, dass Lehmacher und Lettner ganz normale "aussenlager" haben und innen eine nur "fast" genauso grosse Rosette.....

Wenn bei Dir...Ulli....nun die Stange gar nicht ganz in den Tisch geht....hast Du natürlich auch keine Probleme...
Allerdings sollte das ja schon zu lang sein...da man ja nur die Pufferbreite in den Tisch ziehen kann???

Wie auch immer...

Ich bin mir sicher Ulli hat alle evtl. Probleme bedacht und solange das wie gewünscht funktioniert???

SUPER gemacht! :easy
 
Schicke Herrentagsaktion-
und mit diesen Wechsellagern geht der Stangentausch ja wirklich fix http://www.youtube.com/watch?v=161Ja6Q7zEY
Mal abgesehen davon, dass nicht jeder seinen Tisch häufiger transportiert-
Wie sieht es denn hinsichtlich der Gleitfähigkeit und Haltbarkeit aus?

@Thomasch: Beim Vector dürfte der Umbau kein Problem sein- da die Retalager auf der Innenseite aber dicker und die Puffer dementsprechend schmaler sind, müsste da auch noch modifiziert werden...
 
@ Starbuck,

sorgen machen mir bei dem Vector die zwei Löcher neben dem eigentlichen Lagerloch.Da kommen die Schrauben für das Retalager durch, und die sehen größer aus, als bei den Wechsellagern!
 
Solche Löcher kannst du bei Schnullis Bildern auch sehen. Sind dort auch noch halb drin. Scheint kein Problem darzustellen
 
Ja,

Schnulliwulli fräst diese Löcher ja noch weg. Bei mir ist die Lagerbohrung schon so groß, das ein Griff durchpasst und daneben sind dann noch die Löcher für die Schrauben. Mache evtl morgen mal ein Foto. :easy
 
So Jungs - habe gerade noch mal einen Blick riskiert um euch auch eine fundierte Antwort geben zu können.

Wie es aussieht ist das Lehmacherlager so gebaut, dass der Durchmesser des innenflansches etwas weiter ist als des Außenflansch der Lagers. Was zur Folge hätte, dass das Stangenende in der komplett ausgezogenen Position mit der Kante über die Gleitfläche des Außenflansch schubbert, während es wohl auf dem Innenflansch nicht aufliegt. Nicht gut. Scheint so als sind die 50 cent von Ryu genau richtig! :anbet:
Allerdings ist es so, dass die Stangen sich gar nicht so weit reinziehen lassen, dass ich mit dem Ende der Stange über den Außenflansch nach innern rutschen würden. Also die von e.t.chen vermuteten Schwierigkeiten können so bei meinem Lehmacher-Tisch/Lagern gar nicht auftreten, allerdinsg bleibt das oben beschriebene Problem existent und Bedarf einer Lösung.

Ich werde jetzt erst mal ne Runde spielen und mir die Lager in 2-3 Wochen noch mal anschauen. Sollten sich im Außenflansch derbe Abnutzungen zeigen werde ich die Gegenseite einfach auch mit Wechsellagern versehen und alles wird/ist gut. Mit meiner Ruckizucki-Frässchablone habe ich die 8 Lager in einer knappen Stunde gefräst. Ich fräs einfach gern! :wink:

@ Starbuck - ich denke die Gleitfähigkeit und auch die Haltbarkeit sind ebenso gut wie bei allen anderen Kunststoff-Gleitlagern. Übrigens sind die P4P Wechsellager mehr oder weniger identisch mit den Fireball-Lager.
 
thomasch schrieb:
Ja,

Schnulliwulli fräst diese Löcher ja noch weg. Bei mir ist die Lagerbohrung schon so groß, das ein Griff durchpasst und daneben sind dann noch die Löcher für die Schrauben. Mache evtl morgen mal ein Foto. :easy


ne ne, die Löcher fräs ich nicht ganz weg. Nur zu einem drittel, kann man auf den Fotos aber auch sehen. Ist aber wirklich kein Problem.
 
Moment mal - mir fällt gerade ein, ich könnte die Lehmacher-Lager evtl auch drehen, dann hätte ich zwar die Schrauben innen aber der engere Flansch wäre an der Seite wo er benötigt wird. --- Muss mal eben raus an den Kickertsich und testen. Melde mich gleich wieder. :-?
 
Hiphiphurra! Ich habe mein Problem gelöst - Lehmacherlager einfach umgedreht. Das was vorher außen war ist jetzt innen und damit auch der "wichtige" Lagerflansch. Alles ist gut. Ich denke so komme ich um zusätzliche Wechsellager an diesem Tisch herum. Dank an Ryu für seine 50 cent!!
 
steph4n schrieb:
wenn die puffer nicht an den schrauben schubbern, die beste loesung!

Nöö, erstens sind die Schrauben versenkt und dann zweitens auch noch so weit außen, dass die Puffer da gar nicht hinkommen. Foto liefer ich nach.
 
Zurück
Oben