Hofter
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Hallo Freunde des Kickerbaus,
hier die Vorstellung zum zweiten Tisch, den wir gebaut haben (Vorstellung des ersten folgt erst noch
). Regie und Durchführung der meisten Arbeiten lag bei meinem Bruder.
Orientiert haben wir uns beim Bau des Tisches an den Tipps von kickerbau.org und aus dem Forum hier, das ich schon seit langer Zeit als Mitleser verfolge.
Ausgangsmaterial war wie bei so vielen Kickern eine 27mm Küchenarbeitsplatte aus Buche Leimholz.
Die Wahl des Materials für den Korpus fiel deswegen sofort auf Buche Leimholz, da der Tisch hiermit optimal mit seinem Bestimmungsort, dem hiesigen Jugendheim, harmoniert, wie auf den Bildern weiter unten zu sehen ist. Außerdem halte ich Buche Leimholz für vergleichsweise einfach zu verarbeiten und noch dazu sieht es einfach gut aus.
Vom Konzept her war klar, dass der Tisch zusammenklappbare Beine bekommen müsste, da der Raum, in dem er aufgestellt ist, von verschiedenen Vereinen genutzt wird und deswegen manchmal im Weg ist. So kann man ihn einfach an die Wand stellen, ohne zu viel Platz zu beanspruchen.
So sieht das Ganze dann im zusammengeklappten Zustand aus. Auf den Bildern sind noch keine "Abstandshalter" zu sehen, die die Kante gegenüber den Rollen im aufgestellten Zustand schützt. Dies wurde zunächst mit Türstoppern realisiert, aber das muss nochmal überarbeitet werden, das das nicht so gut gehalten hat.
Die schräg stehenden Beine à la Leo Turniersieger haben uns schon immer gefallen. Aufgrund des Klappmechanismus mit der Querstrebe zwischen den Beinpaaren war eine innenliegende Beinmontage die einfachere Wahl, wie auf dem Bild oben zu erkennen ist.
Die Torkästen wurden als Module gebaut, da die Ballausgabe wegen des Klappmechanismus im Torkasten integriert werden musste. Als Prallbrett kommt ein 8mm Laminatbrett zum Einsatz. Da bei richtig harten Schüssen ein Zurückspringen des Balles aufs Spielfeld nicht zu verhindern war, wurde der Torraum mit einem Handtuch (hört sich blöd an, ist aber dämpfungstechnisch sehr effektiv) ausgekleidet. Auf den Bildern hier sieht man das noch nicht. Das Handtuch ist auf der ersten Schräge angebracht.
Als Spielfeld kommt das Vector-Feld zum Einsatz. Das Spielfeld liegt auf einer 25mm Spanplatte, die noch vom Speicherboden übrig war. Die Erhöhung von Seiten und Ecken erfolgt wie üblich durch Keilholz. Im eingebauten Zustand wurden die Kanten dann mit Silikon verfugt.
Da mein Bruder berufsbedingt eine gewisse Affinität zur Metallverarbeitung hat, wurden viele Teile des Kickers selbst hergestellt.
Die Torzähler wurden komplett selbst hergestellt. Ebenso wurden die Lagerbuchsen für die Beine bzw. die Lagerung der Gewindestangen im Korpus selbst gedreht.
Was macht der findige Metallbauer, der keinen 27,5mm - Bohrer zur Verfügung hat? Richtig - er dreht 27,5mm Lager so ab, dass sie in 26mm "Forstner-Löcher" passen. Wenn eine Drehmaschine verfügbar ist, wohl eine recht einfache (und präzise) Methode.
Die Lagerbohrungen haben wir an einer Ständerbohrmaschine mit einer recht einfach gehaltenen Bohrschablone hergestellt.
Der Korpus wird durch Gewindestangen zusammengehalten. Das Spielfeld liegt in in die Seitenwand eingefrästen Nuten und wird zusätzlich von Metallwinkeln mit dem Korpus verbunden.
Das Ganze ergibt eine äußerst stabile Konstruktion. Die Beine bestehen aus zwei zusammengeleimten 27mm-Brettern. Diese verschaffen eine ausreichende Standsicherheit. Es wurden höhenverstellbare Stellfüße verwendet, die in Rampa-Muffen eingeschraubt werden. Bei dem Tisch wackelt im Spielbetrieb (fast) nichts.
Das Holz wurde geschliffen und geölt. Als Ergebnis haben wir eine recht schöne Oberfläche erzielt. Zwar hätte man mit höherem Schleifaufwand wahrscheinlich mehr Glanz erzeugen können, aber das war nicht die Absicht.
Bei den Figuren fiel die Wahl auf Leo Figuren, da diese glücklicherweise in den Vereinsfarben orange und weiß verfügbar sind. Diese sitzen auf Contus L4 Stangen, die wiederum auf den oben schon erwähnten Leo Lagern sitzen.
Insgesamt betrachtet ist ein Kickertisch entstanden, der optisch für unsere vergleichsweise einfachen Arbeitsmittel meiner Meinung nach sehr viel hermacht und gleichzeitig bezüglich des Spielverhaltens keinen Vergleich mit einem Turniertisch scheuen muss (zumindest nicht mit denen, die ich bisher gesehen/gespielt habe).
Ich bin schon gespannt, wie er Euch gefällt. Uns taugts sehr gut und die Resonanz bei uns im Verein ist durchaus positiv.
Gruß,
Daniel
hier die Vorstellung zum zweiten Tisch, den wir gebaut haben (Vorstellung des ersten folgt erst noch
Orientiert haben wir uns beim Bau des Tisches an den Tipps von kickerbau.org und aus dem Forum hier, das ich schon seit langer Zeit als Mitleser verfolge.
Ausgangsmaterial war wie bei so vielen Kickern eine 27mm Küchenarbeitsplatte aus Buche Leimholz.
Die Wahl des Materials für den Korpus fiel deswegen sofort auf Buche Leimholz, da der Tisch hiermit optimal mit seinem Bestimmungsort, dem hiesigen Jugendheim, harmoniert, wie auf den Bildern weiter unten zu sehen ist. Außerdem halte ich Buche Leimholz für vergleichsweise einfach zu verarbeiten und noch dazu sieht es einfach gut aus.
Vom Konzept her war klar, dass der Tisch zusammenklappbare Beine bekommen müsste, da der Raum, in dem er aufgestellt ist, von verschiedenen Vereinen genutzt wird und deswegen manchmal im Weg ist. So kann man ihn einfach an die Wand stellen, ohne zu viel Platz zu beanspruchen.
So sieht das Ganze dann im zusammengeklappten Zustand aus. Auf den Bildern sind noch keine "Abstandshalter" zu sehen, die die Kante gegenüber den Rollen im aufgestellten Zustand schützt. Dies wurde zunächst mit Türstoppern realisiert, aber das muss nochmal überarbeitet werden, das das nicht so gut gehalten hat.
Die schräg stehenden Beine à la Leo Turniersieger haben uns schon immer gefallen. Aufgrund des Klappmechanismus mit der Querstrebe zwischen den Beinpaaren war eine innenliegende Beinmontage die einfachere Wahl, wie auf dem Bild oben zu erkennen ist.
Die Torkästen wurden als Module gebaut, da die Ballausgabe wegen des Klappmechanismus im Torkasten integriert werden musste. Als Prallbrett kommt ein 8mm Laminatbrett zum Einsatz. Da bei richtig harten Schüssen ein Zurückspringen des Balles aufs Spielfeld nicht zu verhindern war, wurde der Torraum mit einem Handtuch (hört sich blöd an, ist aber dämpfungstechnisch sehr effektiv) ausgekleidet. Auf den Bildern hier sieht man das noch nicht. Das Handtuch ist auf der ersten Schräge angebracht.
Als Spielfeld kommt das Vector-Feld zum Einsatz. Das Spielfeld liegt auf einer 25mm Spanplatte, die noch vom Speicherboden übrig war. Die Erhöhung von Seiten und Ecken erfolgt wie üblich durch Keilholz. Im eingebauten Zustand wurden die Kanten dann mit Silikon verfugt.
Da mein Bruder berufsbedingt eine gewisse Affinität zur Metallverarbeitung hat, wurden viele Teile des Kickers selbst hergestellt.
Die Torzähler wurden komplett selbst hergestellt. Ebenso wurden die Lagerbuchsen für die Beine bzw. die Lagerung der Gewindestangen im Korpus selbst gedreht.
Was macht der findige Metallbauer, der keinen 27,5mm - Bohrer zur Verfügung hat? Richtig - er dreht 27,5mm Lager so ab, dass sie in 26mm "Forstner-Löcher" passen. Wenn eine Drehmaschine verfügbar ist, wohl eine recht einfache (und präzise) Methode.
Die Lagerbohrungen haben wir an einer Ständerbohrmaschine mit einer recht einfach gehaltenen Bohrschablone hergestellt.
Der Korpus wird durch Gewindestangen zusammengehalten. Das Spielfeld liegt in in die Seitenwand eingefrästen Nuten und wird zusätzlich von Metallwinkeln mit dem Korpus verbunden.
Das Ganze ergibt eine äußerst stabile Konstruktion. Die Beine bestehen aus zwei zusammengeleimten 27mm-Brettern. Diese verschaffen eine ausreichende Standsicherheit. Es wurden höhenverstellbare Stellfüße verwendet, die in Rampa-Muffen eingeschraubt werden. Bei dem Tisch wackelt im Spielbetrieb (fast) nichts.
Das Holz wurde geschliffen und geölt. Als Ergebnis haben wir eine recht schöne Oberfläche erzielt. Zwar hätte man mit höherem Schleifaufwand wahrscheinlich mehr Glanz erzeugen können, aber das war nicht die Absicht.
Bei den Figuren fiel die Wahl auf Leo Figuren, da diese glücklicherweise in den Vereinsfarben orange und weiß verfügbar sind. Diese sitzen auf Contus L4 Stangen, die wiederum auf den oben schon erwähnten Leo Lagern sitzen.
Insgesamt betrachtet ist ein Kickertisch entstanden, der optisch für unsere vergleichsweise einfachen Arbeitsmittel meiner Meinung nach sehr viel hermacht und gleichzeitig bezüglich des Spielverhaltens keinen Vergleich mit einem Turniertisch scheuen muss (zumindest nicht mit denen, die ich bisher gesehen/gespielt habe).
Ich bin schon gespannt, wie er Euch gefällt. Uns taugts sehr gut und die Resonanz bei uns im Verein ist durchaus positiv.
Gruß,
Daniel