Anzahl der Spiele in Turnieren

Oldman

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Seit längerer Zeit beobachte ich, dass die Anzahl der Spiele, insbesondere bei den großen Turnieren wie der DM oder der Leo-WS immer geringer werden. Gerade aktuell werden bei der Senioren-DM in der Vorrunde vier Spiele ausgetragen und das bei 50 teilnehmenden Teams. Das Schweizer System, in die Turniere des DTFB ausgetragen werden, wird aber erst aussagefähig, je mehr Spiele absolviert werden. Dazu habe ich folgende Vorgaben gefunden:
Spieleranzahl
Min. Rundenanzahl
empf. Rundenanzahl
9 - 1646
17 - 3257
33 - 6468

Der Mathematiker Dr. Model entwickelte dazu folgende Formel:
R ≈ 0,2*T + 1,4*n (hierbei wird immer nach oben gerundet!)
R = Runden / T = Teilnehmer / n = Anzahl der auszuspielenden Plätze (z.B. Anzahl der Teilnehmer, die einen Preis erhalten sollen!)
Beispiel: (65 Teilnehmer, 8 Plätze): R = 0,2*65 + 1,4*8 = 24,2 ≈ 25 Runden.

Wenn nun aber bei 50 Teilnehmern gerade mal vier Runden gespielt werden, kommt das nicht annähernd an diese Vorgaben, so dass auch danach keine wirklich aussagekräftige Tabelle entstanden ist.

Ich bin nun kein Spitzenspieler, der nur auf Turniere fährt, um Preise abzuräumen. Ich möchte spielen und Spaß haben. Da aber die Anzahl der Spiele mittlerweile so gering ist frage ich mich, warum ich die teilweise weiten Strecken, manchmal mit Übernachtungen überhaupt noch auf mich nehmen soll. Dazu kommt noch, dass seit diesem Jahr auch noch die Gebühren für die enstprechenden Lizenzen gezahlt werden müssen. Die Kosten werden immer höher und die Leistungen lassen stark nach.

Was steht ihr dazu? Tut sich der DTFB mit dieser Vorgehensweise einen Gefallen?
 

Tex-Hex

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Seh ich genauso. Hab mich erst geärgert als ichs zum Einzel der DM nicht geschafft habe, aber als ich gehört hab dass es in der Vorrunde nur ein Satz bis 8 war, war ich schon froh dass ich nicht da war. Dafür die Fahrerei und die Gebühren ist schon relativ unattraktiv für alle, die nicht unter den besten 10% sind und somit keine großen Chancen haben im KO weit zu kommen.
 

eumelzock

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Sind halt auch 9 Disziplinen die an einem Tag durchgeritten werden.
Doppel und Einzel am selben Tag ... blockierte Spiele vorprogrammiert.
Deswegen hat man wohl auch die Spiel/Satz Zahl verringert, um dennoch alles irgendwie in den Tag zu quetschen.
Ein zweiter Tag wuerde hier Abhilfe leisten koennen, macht das Ganze aber nicht wirklich billiger.
 

Tex-Hex

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Seh ich genauso. Hab mich erst geärgert als ichs zum Einzel der DM nicht geschafft habe, aber als ich gehört hab dass es in der Vorrunde nur ein Satz bis 8 war, war ich schon froh dass ich nicht da war. Dafür die Fahrerei und die Gebühren ist schon relativ unattraktiv für alle, die nicht unter den besten 10% sind und somit keine großen Chancen haben im KO weit zu kommen.
War etwas missverständlich von mir: ich rede übrigens von der anderen/großen DM, nicht von der Senioren DM. War als anderes Beispiel gemeint, wo der Kosten/Nutzen Faktor etwas ungünstig war. Finde Ein-Satz-Spiele in der Vorrunde schon recht dünn..
 
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Oldman

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Tex Hex,
ich könnte mir vorstellen, du sprichst von der Leo-WS. Da wurde es so gemacht mit dem einen Satz im Einzel. Aber letztendlich ist es egal, bei welchem Turnier das so gehandhabt wird. Wir wollen doch spielen, wenn wir an einem Turnier teilnehmen. Man muss mal darüber nachdenken, dass Leute teilweise 400 oder 500 Kilometer zu einer Veranstaltung fahren und dann so abgespeist werden.

Eumelzock,
wenn die Zeit nicht ausreicht, dann müssen eben mehr Tische aufgestellt werden. Aber z. B. habe ich bei der Senioren-DM, an der ich leider (oder Gott sei Dank) nicht teilnehmen konnte, gesehen, dass nur vier Spiele in der Vorrunde gespielt wurden und ich glaube, die Veranstaltung war ziemlich früh am Abend fertig. Also da hat es sicher nicht an der Zeit gelegen.

Problematisch ist eben auch, dass das Schweizer System nur wenig aussagekräftig ist, wenn so wenig Spiele gemacht werden. Unbefriedigend ist es auf jeden Fall und ich kann mir vorstellen, dass ich nicht alleine so denke.
 

Oldman

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Sind halt auch 9 Disziplinen die an einem Tag durchgeritten werden.
Doppel und Einzel am selben Tag ... blockierte Spiele vorprogrammiert.
Deswegen hat man wohl auch die Spiel/Satz Zahl verringert, um dennoch alles irgendwie in den Tag zu quetschen.
Ein zweiter Tag wuerde hier Abhilfe leisten koennen, macht das Ganze aber nicht wirklich billiger.
Ich bin natürlich auch einem Verein angegliedert und wir haben nun schon zwei Mal ein Challenger ausgerichtet mit Doppel und Einzel an einem Tag. Es wurden in jeder Disziplin 6 Vorrundenspiele gemacht und es hat immer bestens funktioniert. Wir haben alles an einem Tag gemacht, damit die Spieler auch etwas davon haben, wenn sie schon ihre Zeit und Geld investieren. Andererseits weiß ich von Challengern, wo auch beide Disziplinen an einem Tag gespielt wurden, aber mit jeweils nur vier Vorrundenspiele.

Aber Challenger sind keine Deutschen Meisterschaften. Bei einer DM denke ich, was auch vor Corona immer so war, sollte man sich qualifizieren müssen, damit nicht jeder Anfänger da mitspielen kann. Ich kann mir aber vorstellen, dass der DTFB hier eine gute Einnahmequelle erkannt und die Gelegenheit genutzt hat, um ein paar Euro zu verdienen.

Natürlich ist mir bewusst, dass der Verband ausreichend Finanzen benötigt. Aber es ist wohl der falsche Weg, diese nur in den Taschen der Mitglieder zu suchen. Hier müssen andere Quellen aufgetan werden, wie es Verbände anderer Sportarten auch tun.
 

Tex-Hex

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Tex Hex,
ich könnte mir vorstellen, du sprichst von der Leo-WS. Da wurde es so gemacht mit dem einen Satz im Einzel.
Ich spreche wie gesagt von der DM.
Wie auch in der Ausschreibung steht, wurde da am Sonntag im Einzel in der Vorrunde ein Satz bis 8 gespielt.
Auf der Leo WS war das auch so? Hoffe das wird nicht zur Regel. Verstehe ja dass die Finalisten sonntags nicht bis in die Puppen spielen wollen, aber die breite Masse muss meiner Meinung nach halt auch was von dem Ganzen haben. Die allermeisten kommen halt nicht weit im KO und wie gesagt, ein Satz Spiele in der Vorrunde sind halt schon etwas dünn.
 

Oldman

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Die Ausschreibung hatte ich noch gar nicht gelesen, sondern nur die Ergebnisse nach 6 Runden in der Liste. Ich hatte gar nicht daran gedacht, dass da nur ein Satz gespielt werden könnte. :oops:

Ich kann gar nicht verstehen, dass trotzdem so viele Spieler an der DM teilgenommen haben. Vielleicht haben die alle nicht richtig hingeschaut, da es ja nur ganz klein an der Seite stand.:) Da aber so viele Teilnehmer mitgespielt haben, gehen die Verantwortlichen bestimmt davon aus, dass sie alles richtig gemacht haben.

Nun habe ich auch noch mal bei den Senioren nachgeschaut, aber da gibt es so eine Ausschreibung gar nicht, wenn ich sie nicht übersehen habe.
 

sarowiwa95

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Bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften 2022 wurde der Modus mit nur 4 Vorrunden gespielt.
 

frischeBrise

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Bei einer DM denke ich, was auch vor Corona immer so war, sollte man sich qualifizieren müssen, damit nicht jeder Anfänger da mitspielen kann. Ich kann mir aber vorstellen, dass der DTFB hier eine gute Einnahmequelle erkannt und die Gelegenheit genutzt hat, um ein paar Euro zu verdienen.

Natürlich ist mir bewusst, dass der Verband ausreichend Finanzen benötigt. Aber es ist wohl der falsche Weg, diese nur in den Taschen der Mitglieder zu suchen. Hier müssen andere Quellen aufgetan werden, wie es Verbände anderer Sportarten auch tun.
Sorry, aber wie abwegig ist denn bitte dieser Gedanke? Die DM hat 5€ pro Person und Disziplin gekostet. Selbst bei 4 Vorrunden und im ersten KO raus sind das somit 1€ pro Spiel - das ist einerseits mehr als fair und andererseits wird das nicht mal im Ansatz dafür ausreichen um die Kosten einer solchen Veranstaltung finanziert zu bekommen. Manchmal wäre es vielleicht auch mal angebracht sich zu überlegen was solche Äußerungen bei den Ehrenamtlichen bewirken, die solche Veranstaltungen auf die Beine stellen und dann hier zu lesen bekommen, dass das ganze "als Einnahmequelle erkannt wurde um ein paar Euro zu verdienen". Und die Entscheidung, keine Qualifikation durchzuführen war letztlich angesichts der Pandemie die einzig faire Lösung und sicher im Sinne der meisten Spieler. Andererseits: bei einer anderen Lösung hätten sich viele die 5€ sparen können, da sie schlicht keine Chance gehabt hätten teilzunehmen (aufgrund der vielerorts in den letzten zwei Jahren kaum vorhandenen Möglichkeiten zur Qualifikation)...
 
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Oldman

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Ich finde, 13.280 Euro ist schon ein hübsches Sümmchen, auch wenn da natürlich noch Unkosten abgezogen werden müssen. Dazu kommen noch einige Lizenzgebühren in Höhe von 20 Euro, die der eine oder andere Spieler gar nicht gezahlt hätte, wenn er nicht auf der DM gewesen wäre. Wenn man also richtig rechnet, kommt man mit einem Euro pro Spiel doch nicht mehr so ganz hin. Es ist wohl schon mehr als das Doppelte.

Aber im Verhältnis zu den Reise- und Übernachtungskosten sind die Startgebühren ja fast schon ein Schnäppchen. Nehmen wir mal an, dass die einfache Anreise 200 km beträgt. Da bei den heutigen Spritkosten je Km durchaus 1,-- Euro angesetzt werden kann, belaufen sich die Reisekosten auf ca. 400,-- Euro. Wenn dann noch Übernachtungskosten dazu kommen, ist man ganz schnell bei 500,-- Euro je Wochenende. Das will ich aber nun nicht mehr auf jedes Spiel umrechnen.

Ich sicher, dass sich so manch einer die Frage stellt, ob er so viel Geld ausgeben soll, wenn er nicht viel dafür geboten bekommt. Obwohl derzeit insbesondere die großen Turniere gut besucht sind, was natürlich sehr erfreulich ist, habe ich die Befürchtung, dass dieser Trend nicht lange anhält, wenn sich das Angebot nicht wieder verbessert.

Übrigens spricht ja nicht nur der finanzielle Aspekt für mehr Spiele, sondern auch die Charakteristik des Schweizer Systems, wie ich schon eingangs beschrieben habe. Erst ab einer gewissen Anzahl von Runden werden aussagekräftige Ergebnisse erzielt und diese Anzahl liegt bei über 200 Teilnehmern sicher höher als fünf.
 

Tex-Hex

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Spritkosten 1€ pro km? Du hast n Verbrauch von 50l auf 100 km?
Zum Rest: natürlich machen die Veranstalter das nicht um Gewinn zu machen, das ist absoluter Blödsinn. Ändert aber nichts daran dass es für die Spieler ein teures Unterfangen ist und man darauf achten sollte das System nicht nur auf lange und spannende Finalspiele auszulegen und die Vorrunde zu vernachlässigen. Die meisten kommen halt nicht bis zu den Finalspielen und machen sich da auch vorher keine illusionen. Die kommen nur um vorher spannende Spiele auf höchstem Niveau zu haben und da sind wenige Vorrundenspiele und/oder 1-Satz-Spiele ein ganz schöner Dämpfer und somit wird die Kosten/Nutzen Rechnung sehr unattraktiv.
 

sarowiwa95

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Aus aktuellem Anlaß hier mal ein kurzes nicht repräsentatives Statement aus der Sicht eines
tischfußballbegeisterten Hobbyspielers. Neben dem Reiz, an einer Deutschen Meisterschaften ohne
Qualifikation teilnehmen zu können, möchte ich in diesem Zusammenhang mal auf die Gesamtsituation
ein Augenmerk richten.

Preismodell:
Neben Startgelder & Orgapauschale gibt es bzgl. der Spielberechtigung noch ein neues DTFB-Lizenzmodell,
wobei die DM-Teilnahme eine A-Spiellizenz erfordert.

Anreise:
Einfache Fahrt (für mich) ca. 450km bei einer Fahrzeit von ca. 5 Stunden. Über die aktuellen Spritpreise
möchte ich jetzt keine Aussage treffen.

Unterbringung:
Bei vielen Pensionen und Ferienwohnungen startet die Unterbringung ab 2 Übernachtungen.
Damit ist ein Wochenende einzuplanen. Für Kurzentschlossene wird die Auswahl an
Übernachtungsmöglichkeiten schwierig.

Disziplinen:
Es wird kein Ü50-Classic angeboten. Im Einzel bin ich eine Niete. Eine Ü50-Mixed-Partnerin ist nicht
in Sicht. Bleibt nur der Ü50-Doppel-Wettbewerb. Es werden 4 (i.W. vier) Vorrunden gespielt.

Resümee:
Ich buche so ein Event unter Hobby ab. Für mich unterliegt die Beteiligung an einer DM schon einer
größeren Herausforderung. So schmeichelhaft eine DM-Teilnahme ohne Vorbedingungen auch ist, stand für
mich der zeitliche und finanzielle Aufwand zum eigentlichen Spieleinsatz nicht im Verhältnis. Insofern
viel meine Entscheidung gegen eine Teilnahme aus.

Dieser Einwurf ist selbstverständlich eine subjektive Einzelmeinung. Als Spieler mit größeren
Ambitionen und/oder ev. geringerer Aufwandsbetreibung mag die Situation sich völlig anders darstellen.
Im übrigen kann/muß auch nicht jeder (Hobby)Spieler an einer Deutschen Meisterschaft teilnehmen.
Es werden ja nunmehr wieder viele andere Möglichkeiten einer Turnierteilnahme angeboten.

Und: selbstverständlich sehe und würdige ich die Arbeit von Turnierausrichtern und weiß den
Einsatz von Ehrenamtlichen zu schätzen.
 

frischeBrise

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Oh man, bei der Rechnung hast du dir aber viel Mühe gegeben um auf möglichst hohe Beträge zu kommen - warum nicht gleich mit dem Privatjet anreißen, dann sind es bestimmt 5.000€ p.P.? Aber Spaß beiseite: Ja, so ein Wochenende mit Übernachtung und Anreise ist teuer und es wäre schön, wenn dafür möglichst viel gespielt werden kann. An den 13.000€ Gesamteinahmen (bei 3 Tagen, 75 Tischen und über 500 Teilnehmenden) sollte dir aber doch selbst einleuchten, dass deine Unterstellung, dass der DTFB damit Geld verdienden möchte null Sinn ergibt, was denkst du, was alleine die Miete der Location kostet?

Es gibt nunmal eine Pandemie und somit konnte ausnahmsweise jeder teilnehmen: Die Finalspiele am Samstag gingen trotz der vier Vorrunden bis weit nach null Uhr, wie hätte dass bitte mit einer Vorrunde mehr funktionieren sollen? Auch Sonntag war es wenn ich mich richtig erinnere irgendwas um 22:00 Uhr und danach muss der Spaß noch abgebaut werden etc..
Und letztlich ist es eben eine Deutsche Meisterschaft kein x-beliebiges Challenger: Ziel ist doch dabei ganz klar, dass die besten des Landes ausgespielt werden. Wer einfach nur möglichst viel kickern möchte und aber (noch) nicht mithalten kann ist da einfach falsch, da es (sehr vorhersehbar) eben nach 5 Spielen pro Disziplin vorbei ist - es sei dem ihm:ihr ist es das wert. Das hätte jedem vorher klar sein können. Wenn ich mir das überwiegende Feedback zur DM anschaue war es das den meisten auch ;-).
Was das Schweizer System angeht: Hier stimme ich dir zu, klar ist das suboptimal, aber es war letztlich eben auch der hohen Teilnehmendenzahl dank der besonderen Umstände geschuldet. Und die Anmeldungen waren auf Basis der ausgeschriebenen 4 Vorrunden, wäre die Ausschreibung z.b. mit 6 Vorrunden á 2 Gewinnsätzen gewesen hätte das sicher nochmals zu deutlich mehr Teilnehmenden geführt (nur hätte die DM dann eben wohl so ca. einen Tag länger gehen müssen..).
 

Oldman

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Spritkosten 1€ pro km? Du hast n Verbrauch von 50l auf 100 km?
Die Kosten fü-r einen Kilometer bestehen ja nicht nur aus Sprit, auch der Rest des Fahrzeugs muss bezahlt werden. Lass dir mal einen Dienstleister kommen, dann weißt du, was der für einen Kilometer abrechnet. Ein Euro reicht da nicht.
Zum Rest: natürlich machen die Veranstalter das nicht um Gewinn zu machen, das ist absoluter Blödsinn. Ändert aber nichts daran dass es für die Spieler ein teures Unterfangen ist und man darauf achten sollte das System nicht nur auf lange und spannende Finalspiele auszulegen und die Vorrunde zu vernachlässigen. Die meisten kommen halt nicht bis zu den Finalspielen und machen sich da auch vorher keine illusionen. Die kommen nur um vorher spannende Spiele auf höchstem Niveau zu haben und da sind wenige Vorrundenspiele und/oder 1-Satz-Spiele ein ganz schöner Dämpfer und somit wird die Kosten/Nutzen Rechnung sehr unattraktiv.
Das ist eine gute Zusammenfassung und trifft genau das Problem. Ich könnte auch mal die Kosten den Einnahmen gegenüberstellen und ich bin sicher, dass dann noch immer ein schöner Betrag übrigbleiben würde. Aber es interessiert mich letztendlich doch gar nicht, ob der DTFB Gewinn bei einer Veranstaltung macht. Irgendwann wird es jedoch unter Berücksichtigung der Gesamtkosten einfach, Tex Hex sagt es so schön, unattraktiv. Und das schadet wiederum dem Tischfußball.

sarowiwa95 hat ja wunderschön aufgelistet, wie sich die Kosten zusammensetzen und auch eine entsprechende Entscheidung getroffen. So denken sicher noch viele.

Es gibt nunmal eine Pandemie und somit konnte ausnahmsweise jeder teilnehmen
Wollen wir mal hoffen, dass es zwei Ausnahmejahre waren und ab nächstem Jahr alles wieder in gewohnten Bahnen läuft. Aber nichtsdestotrotz sind meiner Meinung nach auch bei den "normalen" Deutschen Meisterschaften noch immer zu viele Teilnehmer. Man könnte die Teilnehmerzahl auf vielleicht 40 Teams begrenzen und dann, weg von diesem Schweizer System, die Spieler auf Gruppen verteilen. Wenn wirklich nur gute Spieler teilnehmen, gibt es auch nur gute Spiele. Das wäre dann auch interessanter für die Öffentlichkeit.
 

TommyZero

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Die Kosten fü-r einen Kilometer bestehen ja nicht nur aus Sprit, auch der Rest des Fahrzeugs muss bezahlt werden. Lass dir mal einen Dienstleister kommen, dann weißt du, was der für einen Kilometer abrechnet. Ein Euro reicht da nicht.
Is richtig. Aber deine Kosten fürs Auto haben rein gar nichts mit Turnierausrichtung, oder Turnierteilnahme zutun. Sondern nur mit deinen Kosten.

Die Kosten für ein Turnier müssen auch bezahlt werden. Egal, ob du zu Fuß, mit Auto, mit Fahrrad, oder garnicht anreist. Also macht es wenig Sinn, sich über anfallende Kosten auszulassen. Deine Argumentation über die Formel ist von den Zahlen her top. Es kommt quasi nicht vor, das tatsächlich gespielte Spiele auf einem Turnier auch einem Ergebnis der Formel entsprechen. Aber man kann sich überlegen, ob man mitspielt, oder nicht. Ich bin mir sicher, Dtfb und Itsf leisten gute Arbeit, um der tatsächlichen Zielgruppe eine breite Plattform zu bieten.

Das ist eine gute Zusammenfassung und trifft genau das Problem. Ich könnte auch mal die Kosten den Einnahmen gegenüberstellen und ich bin sicher, dass dann noch immer ein schöner Betrag übrigbleiben würde. Aber es interessiert mich letztendlich doch gar nicht, ob der DTFB Gewinn bei einer Veranstaltung macht. Irgendwann wird es jedoch unter Berücksichtigung der Gesamtkosten einfach, Tex Hex sagt es so schön, unattraktiv. Und das schadet wiederum dem Tischfussball.

Nur, damit ich richtig verstehe... du kannst Kosten, die für Ausrichtung eines Turnieres anfallen, möglichen Einnahmen gegenüberstellen und deiner Argumentationslinie weiter faktisch treu bleiben?
Wollen wir mal hoffen, dass es zwei Ausnahmejahre waren und ab nächstem Jahr alles wieder in gewohnten Bahnen läuft.
Wer ist wir? In welchem Bezug steht das Wort "Ausnahme"? Mir wären total neue und völlig ungewöhnliche Bahnen auch recht. Ich will kickern um den Preis des Sieges Willen. Immer! Und wenn ich vor Turnierbegin meine, ein Turnier wird zu teuer, dann habe ich schlicht keinen Spaß, oder spiele nicht mit und habe auch keinen Spaß.

Aber nichtsdestotrotz sind meiner Meinung nach auch bei den "normalen" Deutschen Meisterschaften noch immer zu viele Teilnehmer.

Je mehr Teilnehmer, je mehr möglicher Gewinn, oder wie soll deine Aussage verstanden werden? Wenn du der Meinung bist, das Dtfb und Itsf aus Gemeinwohl nun Kapitalmaximierung generieren möchten, dann stelle anfallende Kosten den jeweils rechnerisch ermittelbaren Einnahmen gegenüber.
 

eumelzock

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Eumelzock,
wenn die Zeit nicht ausreicht, dann müssen eben mehr Tische aufgestellt werden. Aber z. B. habe ich bei der Senioren-DM, an der ich leider (oder Gott sei Dank) nicht teilnehmen konnte, gesehen, dass nur vier Spiele in der Vorrunde gespielt wurden und ich glaube, die Veranstaltung war ziemlich früh am Abend fertig. Also da hat es sicher nicht an der Zeit gelegen.

Mit steigender Tischanzahl loest sich aber nicht das Problem, das sich Spiele in gleichzeitig laufenden Disziplinen (Einzel/Doppel/Mixed) blockieren.
Und laut FAST waren um 19.30 noch einige Partien zu spielen.


Die ganze Diskussion klingt irgendwie bekannt ( erinnert mich irgendwie ans Doppel KO - P4P Format).
 

Tex-Hex

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Die Kosten fü-r einen Kilometer bestehen ja nicht nur aus Sprit, auch der Rest des Fahrzeugs muss bezahlt werden. Lass dir mal einen Dienstleister kommen, dann weißt du, was der für einen Kilometer abrechnet. Ein Euro reicht da nicht.
Du bist doch selbst angefangen mit 'bei den hohen Spritkosten' und wenn man darauf eingeht kommst du mit 'sind ja nicht nur die Spritkosten' :D
Btw: Der Grund dass Dienstleister deutlich teurer sind, ist nur zu geringem Teil dass die auch Kleinigkeiten wie Reifenabrieb etc rein rechnen, sondern dass die Fahrtzeit da halt unter Arbeitszeit fällt und man deren Stundenlohn zahlt. Wenn du privat mit nem halbwegs normalen Auto anreist, kommst du nie und nimmer auf 1€ pro km. Punkt. Auch wenn du hier verzweifelt versuchst es hoch zu rechnen.
 

Oldman

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Is richtig. Aber deine Kosten fürs Auto haben rein gar nichts mit Turnierausrichtung, oder Turnierteilnahme zutun. Sondern nur mit deinen Kosten.
Natürlich sind es meine persönliche Kosten, aber sie fallen nun mal an. Und wenn ich für etwas Geld ausgebe, will ich auch etwas davon haben.

Nur, damit ich richtig verstehe... du kannst Kosten, die für Ausrichtung eines Turnieres anfallen, möglichen Einnahmen gegenüberstellen und deiner Argumentationslinie weiter faktisch treu bleiben?
Diese Frage verstehe ich nicht und kann daher nichts dazu sagen.

Wer ist wir? In welchem Bezug steht das Wort "Ausnahme"? Mir wären total neue und völlig ungewöhnliche Bahnen auch recht. Ich will kickern um den Preis des Sieges Willen. Immer! Und wenn ich vor Turnierbegin meine, ein Turnier wird zu teuer, dann habe ich schlicht keinen Spaß, oder spiele nicht mit und habe auch keinen Spaß.
"Wir" ist nur eine allgemeine Redensart und "Ausnahme" steht natürlich für die Zeit der Pandemie.

Je mehr Teilnehmer, je mehr möglicher Gewinn, oder wie soll deine Aussage verstanden werden? Wenn du der Meinung bist, das Dtfb und Itsf aus Gemeinwohl nun Kapitalmaximierung generieren möchten, dann stelle anfallende Kosten den jeweils rechnerisch ermittelbaren Einnahmen gegenüber.
Genau das Gegenteil ist der Fall. Ich spreche doch davon, die Teilnehmerzahl zu reduzieren um die Qualität eines solchen Turniers zu erhöhen. Und man muss darauf hinarbeiten, dass dieser elitäre Kreis Geld dafür erhält, dass er antritt und nicht umgekehrt. Zumindest ein ordentliches Preisgeld müsste ausgelobt werden. So würde nicht nur die DM, sondern auch die Qualifikation interessanter.
 

TommyZero

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Nichts für ungut, Oldman 🤗

Natürlich sind es meine persönliche Kosten, aber sie fallen nun mal an. Und wenn ich für etwas Geld ausgebe, will ich auch etwas davon haben.

Gilt ebenso für die Ausrichtung eines Turniers. Was ein Turnier an Kosten für den Veranstalter verursacht, kann ich jedoch nur abschätzen...

... aber ich weiß, für mich ist es ein Gewinn an Lebensqualität, überhaupt die Möglichkeit einer Tischfussballturnierteilnahme in Anspruch zu nehmen.

Natürlich möchte man Spiele und am liebsten das ganze Turnier gewinnen. Trotzdem herrscht immer tolle Atmosphäre. Egal, ob 2 Spiele raus, oder Fred im Dyp als Partner zugelost wurde. Oder Ulrich Stöpel 😉

Was die Pandemie betrifft, hoffe ich auch auf ein Ende... Aber wir kennen unsere Meinungen 😉

Weniger Teilnehmer zur Steigerung der Turnierqualität, des Preisgeldes und einer Chance, als olympisch anerkannt werden zu können, ist mMn in sich verdreht.
 
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