Altersheim
Startseite Online Shop Forum Bookmark    


DSAB Spiel- und Turnierregeln (am Loewen Turnier SoccerStand, 1. 4. 99) :


Zunächst die wichtigsten Regeln auf einen Blick:

Einwurf

Der erste Einwurf wird ausgelost. Die folgenden Einwuerfe werden von dem Team vorgenommen, gegen das ein Tor erzielt wurde.

Zeitbegrenzung

Der Ballbesitz auf einer Stange ist zeitlich begrenzt:

5er-Stange = 10 Sekunden, Abwehrbereich und 3er-Stange = 15 Sekunden.

Passen

Ein Pass von einer Stange zur naechsten derselben Mannschaft muß ueber zwei Figuren derselben Stange erfolgen.

Tore

Ein Ball, der im Tor war und wieder herausspringt, zaehlt als Tor. Hat ein Team fuenf Tore erzielt, ist ein Satz gewonnen.

“Toter Ball”

Ein Ball, der im Mittelfeld zwischen den 2er-Stangen liegenbleibt, wird erneut vom urspruenglich einwerfenden Team eingeworfen. Ein Ball, der im Abwehrbereich liegenbleibt, wird vom Tormann wieder ins Spiel gebracht.

Beeinflussung des Tisches

Jedes Ruetteln oder Verschieben des Tisches ist verboten. Die Strafe dafuer ist Ballverlust oder ein technisches Foul.

Time-out

Es sind pro Satz zwei Time-outs pro Team erlaubt. Waehrend dieser Auszeiten duerfen die Spieler die Positionen wechseln.


Inhaltsverzeichnis

1. Matchbeginn
2. Balleinwurf
3. Nachfolgende Einwuerfe
4. Ball “im Spiel”
5. “Aus-Ball”
6. “Toter Ball”
7. Time-out
8. Erzielen eines Tores
9. Drehen der Stangen
10. Beeinflussung des Tisches
11. Reset
12. Hineingreifen in den Spielbereich
13. Fremdkoerper auf dem Tisch
14. Veraenderungen am Tisch
15. Ablenkung
16. ueben
17. Sprache
18. Passen
19. Zeitlimit
20. Begrenzung der Spielzeit
21. Wiederaufruf
22. “Technisches Foul”
23. Regelentscheidungen und Einsprueche
24. Ehrenkodex
25. Turnierleitung


1. Matchbeginn

1.1 Ermittlung der Tischseite oder des ersten Einwurfes

Durch den Wurf einer Muenze wird bestimmt, welches Team die Wahl der Tischseite oder den ersten Einwurf hat. Das gegnerische Team muß die Wahl annehmen, und den ersten Satz muenzen. Die Muenzung wechselt bei jedem Satz.

1.2 Seitenwechsel

Nach Ende eines jeden Satzes hat jedes Team das Recht, die Seiten zu wechseln. Ein beiderseitiger Verzicht auf den Seitenwechsel nach einem Satz bedeutet nicht den Verzicht fuer alle nachfolgenden Saetze.

1.3 Position im Doppel

Das Team, welches das Einwurfrecht hat, muß seine Position im Doppel als erstes festlegen. In einem Doppel kann jeder Spieler an den Stangen spielen, die er fuer sich ausgewaehlt hat. Sobald der Ball im Spiel ist, muß der Spieler die Position halten, bis ein Treffer erzielt, ein Time-out beantragt oder ein “Technisches Foul” ausgerufen wurde.

1.4 Endspielmodus

Das Endspiel wird nach dem “Berliner Zeitmodell” ausgetragen. Das heißt, der Sieger der Verliererrunde muß einen Satz mehr gewinnen, als der Sieger der Gewinnerrunde. Grundlage ist die vorgegebene Anzahl der Gewinnsaetze der Gewinnerrunde in den einzelnen Disziplinen.

2. Balleinwurf

2.1 Korrekter Einwurf

Der Ball wird bei Matchbeginn oder nach einem Torerfolg durch das Balleinwurfloch ins Spiel gebracht. Der einwerfende Spieler darf versuchen, den Lauf des Balles zu beeinflussen.

Dem Spieler ist es verboten, in den Spielbereich zu greifen. Als Spielbereich wird die Flaeche ueber dem Spielfeld bis zur Hoehe der Seitenwaende des Tisches bezeichnet. Bevor er aber den Ball ins Spiel rollen laeßt, ist ihm dieses erlaubt, um den Ball fuer den Einwurf in die richtige Position zu bringen. Wenn dem Einwerfer dabei der Ball aus der Hand faellt, muß er ihn noch einmal in Position bringen. Sollte er ihm ein zweites Mal aus der Hand fallen, verliert er das Einwurfrecht an den Gegenspieler.

2.2 Ball “im Spiel”

Der Ball muß erst das Spielfeld beruehren, bevor er von einem Spieler gespielt werden darf. Von da an wird er als “im Spiel” betrachtet.

2.3 Beeinflussung des Balles

Die Beeinflussung des Balles beim Einwurf ist erlaubt. Durch das einwerfende Team kann jedoch kein Tor erzielt werden, bevor der Ball eine Figur beruehrt hat.

2.4 Spielbereitschaft

Das einwerfende Team darf den Ball nicht einwerfen, bevor das gegnerische Team seine Spielbereitschaft bestaetigt hat. Bei Verletzung dieser Regel, wird der Ball erneut von dem Spieler eingeworfen, der urspruenglich das Einwurfrecht hatte.

3. Nachfolgende Einwuerfe

3.1 Einwuerfe nach einem Torerfolg

Die folgenden Einwuerfe waehrend eines Satzes werden von dem Team vorgenommen, gegen welches das letzte Tor erzielt wurde. In einem Match mit mehreren Saetzen wird der jeweils erste Einwurf von dem Verlierer des vorhergehenden Satzes ausgefuehrt.

3.2 Einwurf durch ein falsches Team

Wenn der Ball vom falschen Team eingeworfen wurde, und die Verletzung bemerkt wird, bevor der Ball im Tor ist, muß der Satz unterbrochen und der Ball vom richtigen Spieler nochmals eingeworfen werden. Wenn der Ball im Tor ist, sind keine Proteste mehr erlaubt.

3.3 Weitere Einwuerfe nach einem Regelverstoß

Wenn ein Team auf Grund eines Regelverstoßes den Einwurf erhielt, und der Ball waehrend des Spiels als “Aus-Ball” oder als “toter Ball” erklaert wird, wird von dem Spieler eingeworfen, der das urspruengliche Einwurfrecht, d.h. vor dem Regelverstoß, hatte.

4. Ball “im Spiel”

4.1 Ball “im Spiel”

Ist der Ball eingeworfen, muß er auch “im Spiel” verbleiben, es sei denn, er wird als “Aus-Ball” oder als “toter Ball” erklaert, oder es wird ein Tor erzielt.

4.2 Ball im Einwurfloch

Ein Ball, der in das Einwurfloch hineinrollt, und von selbst wider auf das Spielfeld zurueckkehrt, wird als “im Spiel” betrachtet.

5. “Aus-Ball”

5.1 Ball außerhalb des Spielbereiches

Der Ball gilt als “Aus-Ball”, wenn er irgendeinen Gegenstand außerhalb des Spielbereiches beruehrt. Er wird vom urspruenglich einwerfenden Spieler wieder ins Spiel gebracht.

5.2 Der “Heber”

Ein sogenannter “Heber” (Schuß vom Verteidigungsbereich ueber die Koepfe saemtlicher Maennchen hinweg) ist limitiert auf maximal zwei “Heber” pro Satz und einen “Heber” pro Ball. Ein “Heber” ist dann gegeben, wenn der Ball mindestens die 3-er Stange des Gegners ueberquert. Die Strafe fuer einen unberechtigten “Heber” ist das “Technische Foul”. Ein Ball, der durch einen “Heber” vom Tisch geschossen wird, wird vom Gegner eingeworfen.

6. “Toter Ball”

6.1 Der Ball liegt “tot”

Ein Ball wird fuer “tot” erklaert, wenn er absolut stilliegt und von keiner der Figuren mehr erreicht werden kann.

6.2 “Toter Ball” zwischen Tor und naechster 2-er Stange

Wird der Ball zwischen einem Tor und der naechsten 2-er Stange als “tot” erklaert, wird er in die naechstliegende Ecke gelegt, und ins Spielfeld gerollt. Wird das Spiel auf diese Weise wieder aufgenommen, muß sichergestellt sein, daß das gegnerische Team bereit ist, das Spiel fortzufuehren. Der ballfuehrende Spieler muß den Ball von einer Figur zu einer zweiten bewegen und an dieser fuer eine Sekunde stoppen, bevor ein Schuß oder ein Pass ausgefuehrt wird. Die Zeit beginnt eine Sekunde nachdem der Ball den zweiten Mann beruehrt hat, zu laufen.

6.3 “Toter Ball” zwischen den 2-er Stangen

Wird der Ball zwischen den beiden 2-er Stangen als “tot” erklaert, wird er von dem Team, das urspruenglich das Einwurfsrecht hatte, wieder eingeworfen.

6.4 Spielverzoegerung

Ein Ball, der absichtlich “tot” gelegt wird, wird dem gegnerischen Team zugesprochen, welches ihn neu einwerfen kann.

6.5 Beeinflussung eines “toten” Balles

Beeinflußt ein Spieler einen “toten Ball” (z.B. Schlagen, Pusten, Biegen der Stange, etc.), hat der Gegner die Moeglichkeit, entweder das Spiel fortzusetzen oder den Ball neu einzuwerfen.

7. Time-out

7.1 Time-out zwischen den Saetzen

Zwischen den Saetzen ist eine Hoechstpause von 60 Sekunden erlaubt. Wenn beide Teams zustimmen, daß sie spielbereit sind, bevor die volle Zeit vorbei ist, wird weitergespielt. Der Rest der 60 Sekunden ist dann verloren. Zu diesen 60 Sekunden sind zwischen den Saetzen keine zusaetzlichen Auszeiten erlaubt.

7.2 Time-out waehrend eines Satzes

Jedem Team stehen zwei Time-outs pro Satz zu, waehrend denen es den Tisch verlassen darf. Das Time-out darf 30 Sekunden nicht ueberschreiten. Jedes Team darf nur ein Time-out pro Ball verlangen. Nach einem Tor kann von jedem Team ein Time-out genommen werden. Es gilt beim Zaehlen der Time-outs fuer den nachfolgenden Ball.

7.3 Time-out waehrend der Ball “im Spiel” ist

Waehrend der Ball “im Spiel” ist, ist nur der ballbesitzende Spieler berechtigt, ein Time-out zu nehmen. Ein Time-out kann nur verlangt werden, wenn sich der Ball nicht bewegt.

7.4 Unberechtigtes Time-out

Die Strafe fuer ein unberechtigtes Time-out (7.1-7.3) ist ein “Technisches Foul”.

7.5 Haende an den Griffen

Nimmt ein Spieler die Haende von den Griffen und wendet sich vom Tisch ab, waehrend der Ball “im Spiel” ist, ist das Team mit einem Time-out zu bestrafen. Ein Spieler darf jedoch seine Haende von den Griffen nehmen, um sie vor einem Schuß abzuwischen, solange es nicht laenger als drei Sekunden dauert. Vor einem Schuß muessen wieder beide Haende mindestens eine Sekunde Griffberuehrung haben. Wenn sich der Ball in Schußposition befindet, beginnt das Zeitlimit zu laufen, auch waehrend sich der Spieler die Haende abwischt.

7.6 Zeitueberschreitung des Time-outs

Sollte das Time-out ohne Zustimmung der Turnierleitung oder des Schiedsrichters 30 Sekunden ueberschreiten, wird das Team, welches die Verzoegerung verursacht hat, mit einem Technischen Foul belegt.

7.7 Bewegen des Balles waehrend eines Time-outs

Waehrend eines Time-outs ist es den Spielern ohne Erlaubnis des Schiedsrichters verboten, den Ball zu beruehren, da dies als ueben (siehe Punkt 18) angesehen werden kann. Ein Verstoß gegen diese Regel fuehrt zum Verlust des Ballbesitzes und der Ball wird vom gegnerischen Team wieder eingeworfen. Ein Aufheben des Balles kann abgelehnt werden (Beispiel: Der Ball liegt gefaehrlich nahe am Rand des Tores).

7.8 Positionswechsel

Waehrend eines Time-outs koennen innerhalb beider Teams die Positionen gewechselt werden (ausgenommen Punkte 7.10 bis 7.12).

7.9 Nach einem Time-out

Vor der Wiederaufnahme des Spiels muß der Gegner seine Spielbereitschaft bestaetigen. Der ballfuehrende Spieler muß den Ball von einer Figur zu einer zweiten bewegen und an dieser fuer eine Sekunde stoppen, bevor ein Schuß oder ein Pass ausgefuehrt wird. Bei Verletzung dieser Regel darf der Gegner waehlen, ob er weiter spielen oder den Ball einwerfen will.

7.10 Schiedsrichter-Time-out

Tritt waehrend des Matches eine Regelfrage auf, kann ein Team ein Time-out verlangen, um einen Schiedsrichter anzufordern. Dieses Time-out zaehlt nicht zu den zweien die pro Satz erlaubt sind. Ein Schiedsrichter muß bei der Turnierleitung angefordert werden, und kann nicht abgelehnt werden. Bei einem Schiedsrichter-Time-out ist kein Positionswechsel moeglich.

7.11 Time-out zur Wartung des Tisches

Alle notwendigen Tischwartungen (Beispiel: Festschrauben der Figuren, etc.) muessen vor dem Match durchgefuehrt werden. Waehrend des Matches kann ein Time-out zur Wartung des Tisches nur dann verlangt werden, wenn eine ploetzliche Veraenderung am Spieltisch eintritt (Beispiel: gebrochene Figur, etc.). Ein Time-out zur Tischwartung zaehlt nicht zu den zwei pro Satz erlaubten Time-outs.

7.12 MedizinischesTime-out

Ein Spieler kann ein Time-out aus medizinischen Gruenden beantragen. Es muß von der Turnierleitung genehmigt werden. Die Turnierleitung legt die Laenge des Time-outs (maximal 15 Minuten) fest. Ein Spieler, der physisch nicht in der Lage ist, das Spiel nach der Verletzungspause zu beenden, muß aufgeben.

Wird der Wunsch nach einem medizinischen Time-out abgelehnt, so kann der beantragende Spieler mit einem Time-out belegt werden. ueblicherweise werden medizinische Time-outs nur gewaehrt, wenn diese durch Unfaelle oder unerwartete Verletzungen waehrend des Spiels entstehen.

8. Erzielen eines Tores

8.1 Regulaeres Tor

Ein Ball, der die Torlinie ueberschreitet, wird als Tor gewertet, auch wenn er auf das Spielfeld zurueckprallt.

9. Drehen der Stangen

9.1 Drehen mit Ballberuehrung

Das Drehen der Stangen ist regelwidrig. Drehen bedeutet die Rotation irgendeiner Figur um mehr als 360° Grad vor oder nach einer Ballberuehrung. Ein Ball, der durch regelwidriges Drehen bewegt wird, ist folgendermaßen zu wiederholen:

1. Trifft der Ball ins Tor: das Tor wird nicht gezaehlt, das Einwurfrecht geht an den Gegner ueber.

2. Trifft der Ball nicht ins Tor: der Gegner hat die Moeglichkeit, das Spiel fortzusetzen oder den Ball neu einzuwerfen.

9.2 Drehen ohne Ballberuehrung

Das Drehen einer Stange ohne Ballberuehrung, bedeutet kein regelwidriges Drehen, kann aber als Ablenkung gewertet werden. Wenn ein Spieler durch Drehen ein Eigentor schießt, wird das Tor fuer den Gegner gewertet.

9.3 Sonstiges Drehen

Sollte eine Spielfigur einer nicht umgriffenen Stange getroffen werden und es dadurch zu einem Drehvorgang kommen, wird dies nicht geahndet.

10. Beeinflussung des Tisches

10.1 Beeinflussung des Tisches

Jedes Ruetteln, Rutschen oder Anheben des Tisches ist verboten. Ob dies mit Absicht geschieht oder nicht, ist hierbei nicht relevant. Die Entscheidung, ob ein Regelverstoß vorliegt, muß ein Schiedsrichter treffen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob einem Team ein Ball verlorengeht oder nicht.

uebertriebene Haerte beim Passen oder Schießen ist verboten.

10.2 Strafen fuer die Beeinflussung des Tisches

Bei Mißachtung dieser Regel gilt folgendes:

10.2.1 Erster Verstoß: Verwarnung

Das gegnerische Team hat die Wahl, ob es von der momentanen Position des Balles bei Begehung des Regelverstoßes weiter spielen oder den Ball erneut einwerfen will. Sollte ein Verruecken des Tisches zu einem Ballverlust fuehren, kann das Spiel von dort weitergefuehrt werden, wo der Ball verloren wurde.

10.2.2 Weitere Verstoesse: Technisches Foul

10.3 Beruehren einer gegnerischen Stange

Jegliches Beruehren der gegnerischen Stangen wird genauso bestraft, wie die Beeinflussung des Tisches.

11. Reset

Wird der Ball beeinflußt, wenn ein Spieler den Ball angehalten und zum Schießen vorbereitet hat, ruft der anwesende Schiedsrichter “Reset” und stellt die Uhr zurueck. Der Spieler kann sich den Ball erneut zurechtlegen oder weiter spielen. Der verteidigende Spieler sollte deshalb nicht in seiner Aufmerksamkeit nachlassen und verteidigungsbereit bleiben. Bei wiederholten Verstoessen kann ein “Technisches Foul” ausgesprochen werden”.

12. Hineingreifen in den Spielbereich

12.1 Ball “im Spiel”

Ein Spieler darf nicht ohne Erlaubnis des Gegners in den Spielbereich greifen, waehrend der Ball “im Spiel” ist. Die Verletzung dieser Regel wird mit einem “Technischen Foul” bestraft.

Beruehrt ein Spieler den “im Spiel” befindlichen Ball in seinem Abwehrbereich, erhaelt der Gegner ein Tor, und der Ball wird so eingeworfen, als ob ein regulaeres Tor erzielt wurde. Ein ueber dem Spielbereich fliegender Ball zaehlt als “im Spiel”.

12.2 Ball nicht “im Spiel”

Wenn sich kein Ball im Spielbereich befindet, ist es jedem Spieler erlaubt, in den Spielbereich zu greifen (Beispiel: Entfernung von Ballspuren)

12.3 Zustimmung

Es ist immer erlaubt, in den Spielbereich zu greifen, wenn der Gegner zustimmt.

13. Fremdkoerper auf dem Tisch

Faellt ein Gegenstand auf das Spielfeld, muß das ballbesitzende Team das Spiel anhalten, damit der Gegenstand entfernt werden kann. Es darf sich nichts am Tischrand befinden, was in das Spielfeld fallen koennte. Trifft der Ball einen Gegenstand, der ins Spielfeld gefallen ist, gilt er als “aus dem Spiel” und ist wieder ins Spiel zu bringen, als ob er fuer “tot” erklaert wurde.

14. Veraenderungen am Tisch

14.1 Spielbereich, Griffe, etc.

Kein Spieler darf Veraenderungen vornehmen, welche die Spieleigenschaften des Tisches beeinflussen (z.B. Schwaemme im Torraum). Bei Mißachtung dieser Regel kann eine Disqualifikation ausgesprochen werden.

14.2 Abgebrochene Figur

Sollte eine Figur abbrechen, waehrend sie den Ball beruehrt, wird das Spiel an dieser Stelle wie nach einem Time-out fortgefuehrt.

15. Ablenkung

15.1 Bewegungen und Geraeusche

Jegliche Bewegungen und Geraeusche, die abseits der Stange ausgefuehrt werden, an der sich der Ball gerade befindet, koennen als Ablenkung gewertet werden. Das Sprechen zwischen Mitgliedern eines Teams, waehrend der Ball “im Spiel” ist, kann als Ablenkung gewertet werden.

15.2 Strafen

Wird durch die Verletzung dieser Regel ein Tor erzielt, zaehlt dieses nicht. Der Gegner erhaelt den Einwurf. Wurde kein Tor erzielt, kann der Gegner weiter spielen oder den Ball neu einwerfen.

16. ueben

Hat ein Match einmal begonnen, darf kein Spieler mehr seinen Einwurf oder Schuß ueben. Weder an dem Tisch, auf dem gespielt wird, noch auf irgendeinem anderen. Diese Regel gilt auch bei Auszeiten und zwischen den Saetzen.

ueben heißt, daß sich ein Ball durch den Kontakt mit einer Spielfigur bewegt. Der Verstoß gegen diese Regel wird mit einem “Technischen Foul” bestraft.

17. Sprachliche Gepflogenheiten

17.1 Kommentare

Unsportliche Kommentare, die direkt oder indirekt von Spielern abgegeben werden, sind nicht erlaubt.

17.2 Fluchen/Beleidigung

Den Spielern ist es untersagt, zu fluchen oder Personen (insbesondere Schiedsrichter) zu beleidigen.

17.3 Strafen

Die Strafe fuer die Mißachtung der Regeln 18.1 und 18.2 ist ein “Technisches Foul”, in besonderen Faellen kann auch die Verweisung aus dem Turniersaal erfolgen. Dies gilt fuer Spieler und Zuschauer.

17.4 Coaching

Die Aufstellung von eines Coaches, der waehrend des Matches akustische oder optische Zeichen gibt, ist untersagt. Das coaching waehrend der Auszeiten ist jedoch erlaubt.

18. Passen

18.1 Gestoppter Ball

Ein gestoppter Ball, ist ein Ball, der sich in Reichweite einer Figur nicht bewegt.

18.2 Pass

Ein Pass ist dann gegeben, wenn die erhaltende Reihe den Ball beruehrt. Wird aus dem Abwehrbereich ein Schuß abgeben, bei dem der Ball die 5-er Stange beruehrt, gilt dies nicht als Pass, solange der Ball nicht in Reichweite der 5-er Stange liegenbleibt.

18.3 “Abgequetschter” Paß

Ein Paß, bei dem der Ball unabsichtlich abgequetscht wird, ist erlaubt.

18.4 Eingeklemmter Ball

Wird ein Ball eingeklemmt oder gestoppt, darf er nicht direkt als Pass weiter gespielt werden. Er muß mindestens eine weitere Figur beruehren, bevor er zu einem Pass in Bewegung gebracht werden darf.

18.5 aeußerster Mann

Der Pass aeußerster Mann - Bande - aeußerster Mann - Durchspiel ist verboten.

18.6 Pass auf die 3-er Stange

Ein Pass aus dem Abwehrbereich auf die 3-er Stange ist immer erlaubt.

18.7 Bandenberuehrung

Ein Ball im Besitz der 5-er Stange darf die Seitenbande nur zweimal beruehren, um weitergefuehrt zu werden. Bei der dritten Seitenbandenberuehrung muß der Ball gleichzeitig weiter gespielt werden.

18.8 Freier Ball

Wurde der Ball einmal von der 2-er Stange oder dem Torwart abgegeben und beruehrt eine gegnerische Figur, gilt dieser Ball nicht mehr als Pass und kann von jeder Figur aufgefangen werden.

18.9 Strafe

Verletzt ein Team eine der obigen Passregeln, kann der Gegner das Match fortsetzen oder neu einwerfen.

19. Zeitlimit

19.1 Zeitlimit an einer Stange

Der Besitz des Balles im Abwehrbereich sowie an der 3-er Stange ist auf 15 Sekunden begrenzt, auf der 5-er Stange auf 10 Sekunden. Innerhalb dieser Zeit muß der Ball an eine Figur des Gegners oder daran vorbei gespielt werden.

19.2 Drehender Ball

Ist ein sich drehender Ball in Reichweite einer Figur, gilt er als Besitz dieser Figur.

19.3 Strafe

Die Strafe fuer Zeitueberschreitung ist der Verlust des Ballbesitzes. Der Gegner erhaelt das Einwurfrecht.

20. Begrenzung der Spielzeit

20.1 Maximale Dauer der Spielzeit

Bei drei Gewinnspielen ist die Spielzeit auf 60 Minuten, bei zwei Gewinnspielen auf 30 Minuten vom ersten Aufruf an begrenzt. Bei einem Spiel bis sieben wird 25 Minuten gespielt.

20.2 Verlaengerung

Laeuft dieses Zeitlimit ab, bevor das Match beendet ist, teilt ein Schiedsrichter den Spielern mit, daß eine fuenfminuetige Verlaengerung in diesem Moment beginnt. Ist die Verlaengerung abgelaufen, bevor das Match beendet ist, wird noch so lange gespielt, bis mit dem Ball, der gerade “im Spiel” ist, ein Tor erzielt wurde. Danach hat das Team gewonnen, welches zu diesem Zeitpunkt in Fuehrung liegt.

20.3 Zeitnahme bei Time-out

Time-outs werden sowohl der Gesamtspielzeit als auch der Verlaengerung angerechnet.

20.4 Verzoegerung

Regelwidrige Verzoegerungen werden mit einem “Technischen Foul” bestraft.

21. Wiederaufruf

21.1 Erster Aufruf

Sobald ein Match aufgerufen ist, muessen beide Teams umgehend an dem fuer sie bestimmten Tisch erscheinen. Sollte ein Team innerhalb von drei Minuten nicht erscheinen, so muß das wartende Team bei der Turnierleitung eine Wiederaufruf-Karte ausfuellen. Ein wiederaufgerufe-nes Team muß innerhalb von drei Minuten am Tisch erscheinen. Die Wiederaufrufzeit endet durch das Melden bei der Turnierleitung.

21.2 Folgende Aufrufe

Ein Wiederaufruf erfolgt alle drei Minuten. Die Strafe fuer den zweiten und folgende Wiederaufrufe ist jeweils der Verlust eines Satzes.

21.3 ueberschreitung der Spielzeit

Ist die regulaere Spielzeit abgelaufen, kommt es zu einer fuenfminuetigen Verlaengerung (siehe Punkt 20.2). Vor Beginn der Verlaengerung, bekommt das Team, welches nicht wiederaufgerufen wurde, ein Tor zugesprochen.

22. “Technisches Foul”

22.1 Verhaengung eines “Technischen Fouls”

Wenn nach der Entscheidung eines autorisierten Schiedsrichters oder der Turnierleitung eines der Teams diese Regeln verletzt, kann ein “Technisches Foul” ausgesprochen werden. Auch hier ist ein Positionswechsel moeglich.

22.2 Ausfuehrung eines “Technischen Fouls”

Bei einem “Technischen Foul” wird das Match unterbrochen. Das gegnerische Team erhaelt den Ball auf der 3-er Stange, und darf einen Torschuß ausfuehren. Hierbei muß der Doppelpartner den Tisch fuer die Dauer des Schusses verlassen. Sobald der Ball den Abwehrbereich des Gegners verlaeßt, gehalten wurde oder ein Tor erzielt wurde, ist der “Technische Foulschuß” beendet. Auch wenn der Spieler den Ball nach Freigabe des “Technischen Fouls” verliert, so gilt der Schuß als beendet. Nach dem “Technischen Foul” wird das Spiel wieder angehalten. Der Ball wird an der Stelle wieder ins Spiel gebracht, an der das “Technische Foul” ausgesprochen wurde, egal ob es ein Treffer war oder nicht. War der Ball in Bewegung, wird er ins Spiel gebracht, als ob er an dieser Stelle fuer “tot” erklaert wurde.

22.3 Weitere “Technische Fouls”

Weitere Regelverletzungen koennen wiederholte “Technische Fouls” oder Satzverlust nach sich ziehen.

22.4 Satz- bzw. Matchverlust

Da es fuer verschiedene Regelverstoesse “Technisches Foul” geben kann, wurde der Satz- bzw. Matchverlust wie folgt geregelt.

1. Technisches Foul

2. Technisches Foul

3. Technisches Foul

4. Technisches Foul = Satzverlust

5. Technisches Foul

6. Technisches Foul

7. Technisches Foul = Satzverlust

8. Technisches Foul

9. Technisches Foul = Matchverlut

23. Regelentscheidungen

23.1 Schiedrichter anfordern

Jeder Spieler kann jederzeit waehrend eines Matches einen Schiedsrichter anfordern.

23.2 Kein Schiedsrichter anwesend

Wenn Schwierigkeiten bei einer Regelinterpretation auftreten und kein Schiedsrichter anwesend war, muß der angeforderte Schiedsrichter die gerechteste Entscheidung treffen, die moeglich ist.

23.3 Schiedsrichter anwesend

Die Entscheidung eines anwesenden Schiedsrichters ist endgueltig. Diskussionen mit einem autorisierten Schiedsrichter sind nicht erlaubt. Bei einem Regelverstoß kann gegen das betroffene Team ein Time-out oder ein “Technisches Foul” ausgesprochen werden.

23.4 Einspruch

Ein Einspruch muß sofort erhoben werden. Ist ein Match bereits fortgesetzt ist kein Einspruch mehr moeglich. Einsprueche die den Verlust des Matches anbetreffen, muessen vor Beginn der naechsten Partie erhoben werden. ueber alle Einsprueche wird von der Turnierleitung beraten.

24. Ehrenkodex

24.1 Verletzung des Ehrenkodex

Jede unsportliche oder unmoralische Handlung waehrend des Turniers, im Turniersaal oder auf dem Gelaende des Gastgebers bedeutet eine Verletzung des Ehrenkodex.

24.2 Strafe

Die Strafe fuer das Brechen des Ehrenkodex kann der Verlust eines Matches, Disqualifikation oder Verweisung aus dem Turniersaal sein. Ob ein Brechen des Ehrenkodex vorliegt, und welche Strafe angemessen ist, entscheidet die Turnierleitung.

25. Turnierleitung

Die Durchfuehrung eines Turniers liegt in der Verantwortung der Turnierleitung. Entscheidungen der Turnierleitung sind endgueltig und nicht anfechtbar.

 








(c) 2004-2008 tischfussball-online.com - Alle Rechte vorbehalten