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Interview mit Jens Uhlemann über seinen Besuch in den USA Drucken E-Mail
30. Juni 2014, 11:59 Uhr
Hallo Jens, Du bist in Zusammenarbeit mit dem ITSF einen Monat lang durch Nordamerika gereist. Was war der Hintergrund?
Die Entwicklung von Tischfußballstrukturen ist in Nordamerika ein großes Thema und die positive Entwicklung in Europa und ganz besonders in Deutschland hat das Interesse vieler Personen geweckt.  Der ITSF stand in Kontakt mit diesen Personen, um Unterstützung zu leisten, wo sie angefragt wurde. Aufgrund der Menge an Informationen und der  Zeitverschiebung war das per Email und Skype nicht so einfach. Daraus ist die Idee entstanden, die Aufbauarbeit vor Ort zu unterstützen. 

Warst Du alleine dort?
Nein, mit den beiden Angestellten des ITSF, Audrey und Amaury, dem ITSF-Präsidenten Farid Lounas und mir bestand unser Team aus insgesamt vier Personen.

Was waren Deine Aufgaben und was haben die anderen getan?
Ich bin als Mitglied der ITSF-Sportkommission für das Turnier- und Ligawesen und die Entwicklung von Strukturen zur Gewinnung von neuen Spielern verantwortlich und bin die meiste Zeit allein durch die USA und Kanada gereist. Amaury war verantwortlich für das Thema Marketing und Livestreaming und Audrey hat sich um die rechtlichen Vorgaben und die erforderlichen Dokumente gekümmert. Farid hat sich hauptsächlich um die Medienkontakte und die Verknüpfung der Personen, die mitwirken wollen am aktiven Aufbau, gekümmert.

In welchen Städten bzw. Regionen warst Du unterwegs?
Die Kurzfassung?! LA-Dallas-Jacksonville-Tampa-Fort Lauderdale-Miami-New York City- Philadelphia-Buffalo-Toronto-Vancouver-Seattle- LA. 

Welchen Eindruck hattest Du nach Deiner Ankunft vom Zustand des Tischfußballsports in Amerika?
Überall besteht die Möglichkeit, an wöchentlichen Turnieren teilzunehmen, es werden viele verschiedene Tische gespielt, die Bereitschaft der Spieler zu reisen ist vorhanden, vereinzelt wird auch Ligabetrieb angeboten und mit den großen State Championships ist eine gute Wachstumsbasis vorhanden. Was jedoch fehlt sind Verbandsstrukturen. Aktuell gibt es keinen offiziellen amerikanischen Verband und somit keine Möglichkeit, die Spieler nach außen zu vertreten. Kanada ist da mit dem nationalen Verband schon einen Schritt weiter. Dadurch fehlen attraktive Angebote an die Spieler, die für den Wachstumserfolg in Europa verantwortlich sind.

Glaubst Du, dass die Ideen, die Du aus Deutschland mitgebracht hast, angenommen werden und sich positiv auswirken können?

Vor meiner Reise habe ich von Spielern und Organisatoren gehört, dass in Nordamerika die Mentalität der Spieler anders ist, dass die Entfernungen sehr groß sind und man nach gänzlich neuen Lösungen suchen muss. Die Entfernungen sind in der Tat sehr groß, aber die Bedürfnisse der Spieler und Organisatoren sind die gleichen wie in jedem anderen Land auch. Die Ideen, irgendwas zu ändern, sind auch oftmals die gleichen oder sehr ähnlich, was sehr gut ist aber auch zu der Gefahr führt, dass Fehler wiederholt werden. In den Gesprächen habe ich versucht zu vermitteln, dass der Erfolg in Deutschland möglich war, weil die Angebote erweitert wurden und somit die Möglichkeit bestand, den Sport für unterschiedliche Spielertypen attraktiv zu machen. In den Meetings habe ich mit meinen Gesprächspartnern unterschiedliche Sichtweisen erarbeitet, wenn eine Idee auch für mich neu war und meine positiven oder negativen Erfahrungen geteilt. Das wurde als sehr hilfreich bewertet und es besteht definitiv Interesse, zusätzlich mit neuen Ansätzen zu arbeiten. 

Gibt es schon erste konkrete Erfolge, von denen Du berichten kannst?
Dass sich die Personen die Zeit genommen haben, mich zu treffen, mir geduldig meine Fragen beantwortet und mir zugehört haben, ist für mich der eigentliche Erfolg. Damit ist eine Basis geschaffen, mit der ein weiteres Zusammenarbeiten wesentlich einfacher umsetzbar ist.

Das Projekt ist also nicht beendet?
Nein, unser Aufenthalt war eher der Startschuss. Es wird weitere Maßnahmen geben, um den Tischfußballsport in Nordamerika zu fördern. Es wurden viele Informationen ausgetauscht, um herauszufinden, wer überhaupt welche Aufgaben übernehmen möchte und wie man am besten anfängt. Da es nie das Ziel war, dass der ITSF einen Verband gründet oder organisiert, liegt es jetzt bei den Kanadiern und Amerikanern weiter an den Zielen zu arbeiten. Der ITSF wird dies unterstützen, wo es möglich ist.

Wie lautet Dein Fazit nach diesem Monat USA?
In Nordamerika ist das Potential für Wachstum sehr groß, das ist mir schon direkt zu Beginn meines Aufenthalts aufgefallen und davon bin ich nach meiner Reise noch fester überzeugt. Um erfolgreich nachhaltige Strukturen aufzubauen, muss man das Rad nicht neu erfinden. Es stehen viele Informationen zur Verfügung, die dabei helfen, vergangene Entwicklungen zu verstehen und Fehler, die schon gemacht wurden, zu vermeiden. Ich habe Menschen getroffen, die das erkennen und mit diesen Informationen arbeiten wollen und daher glaube ich, dass das Potential in Zukunft besser genutzt wird. Mein Fazit ist, dass die USA und Canada am Anfang einer Entwicklung stehen, die Tischfußball in Nordamerika populärer denn je machen wird.


Vielen Dank an Klaus Gottesleben und Jens Uhlemann für das eingereichte Interview.
 
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